Walter Mennekes tritt als Vizepräsident des FC Bayern zurück – Marko Pesic als Nachfolger nominiert
Beim FC Bayern München steht später in diesem Jahr eine Veränderung im Präsidium bevor. Walter Mennekes wird sein Amt als zweiter Vizepräsident des Vereins niederlegen, während Marko Pesic als sein Nachfolger nominiert wurde.
Der 78-jährige Mennekes hat FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer und den ersten Vizepräsidenten Professor Dr. Dieter Mayer darüber informiert, dass er sein Amt am 20. November 2026 niederlegen möchte. Der Wechsel erfolgt unmittelbar vor der Jahreshauptversammlung des Vereins am 21. November.
Gemäß der Vereinssatzung hat das Präsidium Marko Pesic, 49, als Nachfolger von Mennekes nominiert. Seine Ernennung muss jedoch noch von den Mitgliedern des FC Bayern auf der Jahreshauptversammlung bestätigt werden.
Pesic ist innerhalb der Bayern-Familie bestens bekannt. Er war fast 15 Jahre lang für den FC Bayern Basketball tätig und stieg zunächst zur Saison 2011/12 als Sportdirektor in die Basketball-Abteilung ein. Nach der Gründung der FC Bayern München Basketball GmbH im Jahr 2014 übernahm er weitere Führungsverantwortung und wurde 2019 schließlich alleiniger Geschäftsführer.
Während Pesics Zeit an der Spitze der Basketball-Abteilung erreichte der FC Bayern mehrere wichtige Meilensteine. Der Verein wurde 2021 als einziges deutsches Team mit einer A-Lizenz und einer Beteiligung an der EuroLeague ausgestattet. Zudem zog die Basketball-Mannschaft 2024 vom BMW Park in den neuen SAP Garden um. Pesic verließ im vergangenen Jahr seine Position als Geschäftsführer, blieb dem FC Bayern jedoch verbunden und war zuletzt als Berater des Präsidiums tätig.
Mennekes ist seit 1993 Mitglied des FC Bayern. Im Dezember 2009 trat er dem Verwaltungsbeirat des Vereins bei, bevor er 2016 zum zweiten Vizepräsidenten gewählt wurde. Während seiner zehnjährigen Amtszeit war er für die wachsenden Sportabteilungen des Vereins sowie für den wichtigen Bereich des Kinderschutzes verantwortlich. Darüber hinaus unterstützte er Initiativen wie das Bewegungsprogramm „ZAM AKTIV“ und „Rot gegen Rassismus“.
FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer würdigte Mennekes und hob dessen zehnjährige Tätigkeit im Präsidium sowie seinen Beitrag zur Entwicklung der Sportabteilungen des Vereins hervor. Gleichzeitig bezeichnete Hainer die Nominierung von Pesic als Teil der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Vereinsführung, bei der zugleich die Kontinuität innerhalb des FC Bayern gewahrt werden soll.
Für Mennekes bedeutet die Entscheidung das Ende eines Jahrzehnts im Präsidium des FC Bayern. Er erklärte, es sei eine einzigartige Ehre gewesen, für den FC Bayern zu arbeiten, und betonte, dass er immer vorgehabt habe, Platz für einen Nachfolger zu machen, sobald dieser gefunden sei.
Pesic bezeichnete seine Nominierung unterdessen als große Ehre und zugleich als große Verantwortung. Er erklärte, dass er seine Erfahrung und Leidenschaft einsetzen wolle, um die Nachwuchsarbeit sowie den Breiten- und Leistungssport beim FC Bayern weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Traditionen des Vereins zu bewahren.
Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Mitgliedern. Sollte Pesic bei der Jahreshauptversammlung am 21. November bestätigt werden, wird er das Amt des zweiten Vizepräsidenten von Mennekes übernehmen und seine langjährige Verbindung zum FC Bayern in einer neuen Führungsrolle fortsetzen.
