UNION BERLIN SO GEHT DAS NICHT: Trainer Lustrinelli sorgt nach 1:3-Niederlage gegen Schalke für Wirbel…
Union Berlin musste sich im Duell mit Schalke 04 mit 1:3 geschlagen geben – doch nach dem Abpfiff wollte Trainer Mauro Lustrinelli die Niederlage offenbar nicht einfach hinnehmen. Der Union-Coach zeigte sich enttäuscht und machte deutlich, dass er seine Mannschaft über weite Strecken als das bessere Team gesehen habe.
„Ehrlich gesagt hatte Schalke Glück im Spiel. Union Berlin war eigentlich die bessere Mannschaft“, soll Lustrinelli nach der Partie erklärt haben. Besonders die Entstehung der Gegentore sorgte beim Trainer für Frust. Aus seiner Sicht habe Union durch eigene Fehler entscheidend dazu beigetragen, dass Schalke die Partie auf seine Seite ziehen konnte.
Doch damit nicht genug. Lustrinelli kritisierte offenbar auch einige Entscheidungen des Schiedsrichters, die seiner Meinung nach zugunsten der Königsblauen ausgefallen seien. Gerade in einer engen Begegnung können solche Situationen den Verlauf eines Spiels verändern. Für den Union-Coach war die 1:3-Niederlage deshalb nicht unbedingt ein Spiegelbild der tatsächlichen Kräfteverhältnisse auf dem Platz.
Union Berlin hatte durchaus Phasen, in denen die Mannschaft mutig nach vorne spielte und Schalke unter Druck setzte. Der entscheidende Unterschied lag jedoch offenbar in der Effektivität. Während Union seine Möglichkeiten nicht konsequent genug nutzte, wusste Schalke die Fehler des Gegners auszunutzen.
Die Aussagen des Union-Trainers dürften allerdings nicht ohne Reaktion geblieben sein. Schalke-Coach Miron Muslić reagierte auf die Einschätzung seines Gegenübers und verteidigte die Leistung seiner Mannschaft. Aus Sicht des Schalke-Trainers war der Erfolg keineswegs ausschließlich eine Folge von Glück oder gegnerischen Fehlern.
Damit sorgt die Partie auch nach dem Schlusspfiff für Gesprächsstoff. Während Schalke 04 den wichtigen 3:1-Erfolg feiern kann, bleibt bei Union Berlin vor allem die Frage zurück, warum eine aus Sicht des eigenen Trainers gute Leistung nicht mit einem besseren Ergebnis belohnt wurde.
Für Union gilt nun, die richtigen Lehren aus der Niederlage zu ziehen. Besonders die individuellen Fehler müssen schnell abgestellt werden. Gleichzeitig wird Lustrinelli seine Spieler davon überzeugen müssen, dass gute Ansätze allein nicht reichen.
Schalke dagegen kann Selbstvertrauen aus dem Sieg schöpfen. Die Königsblauen haben gezeigt, dass sie Chancen konsequent bestrafen können. Doch die Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen und die Aussagen beider Trainer dürften noch einige Zeit für Gesprächsstoff sorgen.