Oliver Baumann hat seine Enttäuschung über den Verlust seines Platzes im deutschen Nationaltor kurz vor der Weltmeisterschaft 2026 zum Ausdruck gebracht. Der 36-jährige Torhüter hatte sich nach der Verletzung von Marc-André ter Stegen unter Julian Nagelsmann als deutsche Nummer eins etabliert und sämtliche Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft bestritten.
Kurz vor dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko entschied sich Nagelsmann jedoch für die Rückkehr von Manuel Neuer. Der Bayern-Torhüter stand anschließend in allen vier WM-Partien im Tor. Deutschland schied schließlich im Achtelfinale gegen Paraguay aus. Danach beendete Neuer seine Nationalmannschaftskarriere zum zweiten Mal.
Baumann blieb als Ersatzmann im Kader. Sein bislang letzter Einsatz für Deutschland war das 2:1 im Vorbereitungsspiel gegen die USA. Berichten zufolge war die Entscheidung zugunsten Neuers zu diesem Zeitpunkt bereits gefallen.
Nach Hoffenheims 0:2-Niederlage gegen OFI Kreta in der Europa League wurde Baumann auf seine aktuelle Situation unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp angesprochen. Der Hoffenheim-Kapitän zeigte sich enttäuscht, betonte jedoch, dass er Klopps Entscheidung akzeptieren müsse.
„Ich muss die Entscheidung akzeptieren. Ich mag sie natürlich nicht, das ist klar. Sie gehen einen anderen Weg, und ich muss das akzeptieren und respektieren“, erklärte Baumann gegenüber Nitro.
Gleichzeitig machte er deutlich, dass ihn die Ereignisse vor der Weltmeisterschaft deutlich stärker getroffen hätten. „Der Sommer hat viel mehr wehgetan, die Art und Weise, wie es passiert ist, war unglaublich – und eigentlich nicht nur aus einer Richtung“, sagte er.
Was Baumann mit dieser Aussage genau meinte, ließ er offen. Für Deutschland absolvierte er bislang 13 Länderspiele, allesamt unter Nagelsmann. Unter Klopp gehört er derzeit nicht zum Aufgebot.
