Deadline-Day-Drama beim BVB: Muss Dortmund noch einmal zuschlagen?
Borussia Dortmund hat im Sommer 2026 seinen Kader deutlich verändert und dabei besonders auf junge, entwicklungsfähige Spieler gesetzt. Trotzdem bleibt bei vielen BVB-Fans die Frage: Hat der Verein wirklich alle Baustellen geschlossen – oder hätte Dortmund auf dem Transfermarkt noch einmal nachlegen müssen?
Mit Spielern wie Ethan Nwaneri, Giannis Konstantelias, Konstantinos Karetsas, Joane Gadou, Kauã Prates, Justin Lerma und Joey Veerman wurde der Kader gezielt verstärkt. Gleichzeitig verließen unter anderem Julian Brandt, Karim Adeyemi und Salih Özcan den Verein. Die offizielle Bundesliga-Transferübersicht bestätigt damit einen klaren personellen Umbruch beim BVB.
Sportlich scheint die Mannschaft zunächst gut aufgestellt zu sein. Dortmund startete stark in die neue Bundesliga-Saison und feierte am 12. September einen überzeugenden 3:0-Erfolg gegen den SC Paderborn. Damit verbuchte das Team den dritten Sieg im dritten Ligaspiel und blieb an der Tabellenspitze dran.
Dennoch sorgt die Verletzung von Konstantinos Karetsas für zusätzliche Aufmerksamkeit. Der junge Mittelfeldspieler fehlte gegen Paderborn, nachdem er zuvor im Champions-League-Spiel gesundheitliche Probleme bekommen hatte. Dadurch wird deutlich, wie wichtig eine ausreichende Kaderbreite gerade in einer Saison mit Bundesliga, Champions League und Pokal sein kann.
Trainer Niko Kovač verfügt allerdings über zahlreiche Alternativen. Der aktuelle Bundesliga-Kader umfasst neben erfahrenen Kräften wie Gregor Kobel, Nico Schlotterbeck und Marcel Sabitzer auch zahlreiche Talente.
Ein weiterer kurzfristiger Transfer wäre deshalb nicht zwingend notwendig gewesen. Vielmehr scheint Dortmund langfristig auf Entwicklung, Konkurrenzkampf und eine junge Mannschaft zu setzen.
Die entscheidende Frage lautet nun nicht mehr, ob der BVB am Deadline Day zuschlagen musste, sondern ob die getätigten Transfers ausreichen, um die großen Ziele zu erreichen. Der starke Saisonstart macht zumindest Hoffnung: Dortmund hat Qualität – jetzt muss die Mannschaft diese auch über die gesamte Saison bestätigen.
